Technik
Bau Lukasstadt (1)

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01.02.2008: Heute habe ich mit dem Bau meiner vierten Spur-N Anlage begonnen, dem Bahnhof LUKASSTADT. Den Plan dazu gibt es noch nicht auf Papier, auch nicht elektronisch, er existiert nur in meinem Gehirn, das reicht erst mal. Die Anlage wird aus zwei Teilen bestehen, ich fertige erst mal das rechte. Insgesamt wird sie 270 x 30 cm messen und sechs Gleise im Bahnhofsbereich aufweisen, wobei 4 Gleise von Bahnsteigen erreichbar sind, die zwei äußeren dagegen als Umfahr-/Überholgleise dienen sollen.
 
Bild 1: Der Rahmen aus gehobelten Dachlatten, verleimt und verschraubt. Die Löcher in den Spanten sind für spätere Kabeldurchführungen nötig. Bild 2: Der Gag wird sein, daß das Ganze nicht auf einer großen Platte montiert wird (wäre ja langweilig), sondern das Bahnhofsleben sich auf zwei (!) Ebenen abspielt. Mein derzeitiger Wohnort Offenbach am Main dient mir hier als Vorbild: Bahnhof, Straßen und Häuser liegen auf Ebene Eins, die Gleise auf Ebene Zwei. So kann ich Unterführungen anlegen und das Gelände dreidimensional gestalten. Bild 3: Die Stirnseite ist aus besserem Material, aus Schichtholz, damit sich dort am Übergang zum Nachbarsegment nichts verzieht.


Bild 4: Mal schnell probeweise ausgelegt, so wird die rechte Bahnhofseinfahrt aussehen.
Bild 5: Die Gleistrasse habe ich grau grundiert, damit später kein helles Holz zwischen den Schottersteinchen durchschimmert.

02.02.2008: Es geht mit der Gleisverlegung los. Bild 6: Streichhölzer dienen als provisorische Abstandshalter zum Bahnsteig. Die Gleise klebe ich mit Pattex, bis zum Aushärten des Klebers fixiere ich mit kleinen Nägelchen, die anschließend wieder rausgezogen werden. Heute habe ich wieder einen Idee zur "Prozeßoptimierung" gehabt: Wenn ein Gleis an einem Ende bereits fixiert ist (z.B. weil ich am Ende des Segments kleine Spax eingedreht, blank gefeilt und die Schienen darauf verlötet hatte), hatte ich in der Vergangenheit oft die Schienen zur Seite geschoben oder gar angehoben, um Klebstoff drunter zu bringen. Problem dabei: eventuell läßt es sich nur mit etwas Gewalt zurückbiegen. Das mache ich jetzt eleganter: etwas Kleber auf ein Stück Papier und damit unter das Gleis schmieren!


Bild 7: Der erste Bahnsteig, eine 40 x 10 mm Holzleiste. Gut zu erkennen die bereits beschriebenen Abstandshalter und Nägelchen.
Bild 8: Weichen werde ich mit Stellstangen unterflur bedienen. Dazu werden zwei Löcher in die Holzplatte gebohrt und mit der Schlüsselfeile zu einem Langloch gefeilt. Bild 9: Damit das helle Holz später nicht zwischen der Weichenzunge hervorschimmert, werden die Langlöcher gleich grau eingepinselt.
 
03.02.2008: Heute ist mein Hochzeitstag, vor 17 Jahren haben wir geheiratet, ebenfalls an einem Sonntag! Habe meine Frau zum Essen ins Käfer-Restaurant an den Frankfurter Flughafen ausgeführt, unsere drei Kinder blieben bei Freunden. Da war nur spätabends etwas Zeit für Modellbahn. Schließlich ist meine Ehefrau wichtiger als jedes Hobby!

04.02.2008: Alle Gleise auf der rechten Bahnhofshälfte sind fertiggestellt.
 

Bild 10: Matthias prüft den Abstand zur Bahnsteigkante.    Bild 11: Da hat der Schlingel doch glatt eine unbemerkte Aufnahme von mir geschossen.    Bild 12: Stellprobe mit einer E-Lok.    Bild 13: Mal eine Gesamtsicht des später rechten Geisvorfeldes.


05.02.2008, Bild 14: Heute in excel Bahnsteigkanten "gemalt", ausgedruckt, geschnitten, gefaltet und zur Probe mal auf 40 cm Länge aufgeklebt. Hmmm, kann ich so in Serie gehen lassen, oder?

23.02.2008: lange Zwangspause einlegen müssen, erst Besuch (Missionarsehepaar aus der Türkei) gehabt, dann eine Grippe. Vorher hatte ich schon die linke Plattenhälfte begonnen (Bild 15), auf Bild 16 und 17 sind die Übergänge zu sehen: zwei Dübel, jeweils in einer Stirnplatte verleimt, sorgen für exakte Positionierung, zwei Schloßschrauben halten alles zusammen.

 

09.03.2008: ENDLICH ist die Arbeit abgeschlossen, die am wenigsten Spaß macht: ich habe heute nachmittag den letzten von 16 Weichenstellhebeln hergestellt! Undankbare Arbeit, weil es viel Zeit kostet, oben auf der Platte aber nichts zu sehen ist, ... nur unterhalb der Platte, siehe Bilder 18 und 19: einmal mehrere Stellhebel nebeneinander, einmal der Kippschalter des Stellhebels No 11 in Großaufnahme.
10.03.2008: Das Stellpult ist fertig, aber noch kein Kabel angeschlossen. Hier sieht man erstmals den Gleisverlauf, wenn auch nicht maßstäblich, sondern schematisiert. In excel gezeichnet, auf Sperrholzbrettchen geklebt, Kippschalter eingesetzt, Plexiglas-Abdeckplatte als Schutz obendrauf.

 

11.03.2008- 21:00: Wird fortgesetzt.....