Technik
Bau Elenastein (2)

Hier nun der Bau des mittleren der drei Segmente...
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Hier das Mittelsegment im Rohbau: die beiden linken Bilder zeigen die Trasse der später sichtbaren Strecke (5 cm erhöht, grau bemalt) und die später unsichtbare Rückführung mit Abstell-/Überholgleis (direkt auf die Grundplatte geklebt, doppelgleisig). Gut erkennbar die Schloßschrauben M8 zum Verbinden der Segmente. Auf den beiden rechten Fotos ist bereits die abnehmbare Abdeckung zu sehen, worunter die hintere Strecke getarnt wird. Sie wird bewußt dreidimensional ausgeführt, um dem Betrachter das Erahnen der geheimen Strecke möglichst schwer zu machen.
 

Bild 1: Die erhöhte Trasse mal seitlich aufgenommen, links die blauen Kabel sind von unten an die Schienenverbinder angelötet und dienen der Stromeinspeisung. Am Ende eines Segments klebe und nagle ich stets ein kurzes "festes" Stück Gleis auf, erst dann folgt Flexgleis; so wird zusätzlich ein Verschieben/Herausziehen der Schienen vermieden. Das hölzerne Kästchen am voderen unteren Rand wird Schalter aufnehmen zur Stromlosschaltung einzelner Abschnitte (ich fahre noch analog) und zum Schalten der elektrischen Weiche des verdeckten Abstellgleises.

Bild 2: Mit Styroporstücken wird die Landschaft grob vorgeformt. Zum Aufkleben kann man keinen Pattex nehmen, der würde das Styropor zerfressen, also muß Holzleim her, was halt länger dauert beim Abbinden. Da ich ungeduldig bin, warte ich natürlich nicht so lange, sondern knalle ein paar Spax durch die Styroporplatten bzw quetsche Styroporstücke zwischen den Holzleisten ein, und kann so gleich weiterarbeiten...

Bild 3: Mit Gips (der billigst aus dem Baumarkt im 10 kg-Sack) sind Hügel und Bahndamm modeliert. Früher machte ich das viel zu genau, heute klatsche ich den Gips einfach drauf, wo später Gras und andere Vegetation wächst, wird man eh keine Unebenheiten mehr sehen. Weil ich zu faul zum Abkleben der Gleise war, muß ich Gipsspritzer jetzt dort mühsam rauskratzen.

Bild 4: Kleine zurechtgefeilte Holzstäbchen bilden die Sockel, wo mal die Oberleitungsmasten installiert werden. Die Unterführung ist nun deutlich zu erkennen.
 


Bild 1: Die Bahnunterführung, hinten schwarz gestrichen, weil dort eine Felswand mit verschiedenen Grautönen drübergepinselt wird.

Bild 2: Wo der Feldweg auf die kleine Straße trifft, muß ein Kanalrohr hin, sonst würde sich bei starkem Regen ja das Wasser stauen und die Fahrbahn überfluten. Dazu wird der Stiel eines Lutschers (Dank an meine Kinder!) grau gestrichen und ins Bachbett gelegt...

Bild 3 und 4: Hier ist das Entwässerungsrohr schon einbetoniert, grau angemalt macht es doch einen guten Eindruck, oder?
 

Heute bauen wir eine Eisenbahnunterführung:

Bild 1: Säge-"V"-Schnitt im Messingprofil, entgratet.   Bild 2: Doppel-T-Profile geknickt und verlötet.
Bild 3: Klammern aus einem Bürohefter zwischen den Profilen lassen die "Stahlkonstruktion" parallel sein.
Bild 4: Erste Stellprobe mit dem größten Traktor vom Nachbarort zeigen: paßt durch und hat Luft!


Bild 5: Brücke blau lackiert und mit Warnschild versehen: Durchfahrtshöhe 3,8 Meter!  Bild 6: Ein aufmerksamer Leser des www.1zu160.com-Forums hatte es entdeckt, ich hätte es aber sowieso derart ausgeführt: die Brücke muß natürlich auf Rollen gelagert sein, um Dehnungsspannungen auszugleichen. Also einen Zahnstocher zweckentfremdet, blau lackiert ... Bild 7: ...und zu guter Letzt ist die Brücke TÜV geprüft und fertig - inklusive Geländer.
 


Bild 1:Jetzt sind die Gleise geschottert, das Holzleim-Wasser-Spülmittel-Gemisch glänzt noch weiß, trocknet später farblos. Bild 2: Die Gleise sind mit Revell-Rostfarbe gealtert, erstes Grün ist geplanzt. Bild 3: Gealterte Schienen und erste Wiese mal aus der Nähe. Bild 4: Der Hintergrund muß an den Übergängen der Segmente natürlich möglichst unauffällig sein. Schade, daß ein so breiter Spalt zu sehen ist.
 

Wir wollen ja ländliche Gegend darstellen, also keine großen Gebäude. Was also paßt neben die Eisenbahnstrecke? Klar, eine Feldscheune! Natürlich auch selbst gebaut:

Bild 1: Betonfundamente aus dem Holz von Silvesterraketen, grau angepinselt. Balken aus Streichhölzern. Die Querbalken der Dachkonstruktion sind aus etwas dickeren und längeren Streichhölzern, welche wir zum Anzünden unseres Kaminofens nehmen. Sie werden nicht nur primitiv zusammengeklebt, sondern mit Teppichbodenmesser ausgestemmt. Zimmermannhandwerk hat Tradition!
Bild 2: An Ort und Stelle zusammengefügt steht der Rohbau. Bild 3: Derselbe in begrünter Umgebung aus der Vogelperspektive.
Bild 4: Das Dach aus dem Holz einer Zigarrenkiste (mein 88-jähriger Vater hat die früher geraucht), die Dachpappe ist aus Streifen feinen Schmiergelpapiers geschnitten.


Bild 5: Seitlich wird die Feldscheune mit einigen Brettern verkleidet, sonst blasen Wind und Wetter ja alles weg. Aus Furnier schneide ich die Bretter zurecht, jedes anders, da muß nicht auf jeden Zehntel Millimeter geachtet werden. Bild 6: Nun mit Brettern und Dach.
Bild 7: Innenausstattung muß her, die Scheune ist ja kein Selbstzweck. Heuballen stelle ich aus Stückchen von Silvsterraketenholz her, die mit Grasfasern beklebt werden. Der Traktorreifenschlauch ist der Gummi eines Einwegfeuerzeugs. Das blaue Faß ist ein Widerstand einer elektronischen Schaltung, der schwarze Benzinkanister ein anderes Bauteil derselben Platine.
Bild 8: die Dachverlängerung bekommt noch zwei Stützbalken aus Streichhölzern. Jetzt kann Bauer Erwin H. zufrieden sein....
 

Auf die kleine Anhöhe sollte was, das noch kein anderer Modellbahner gebaut hatte: ein Kriegerdenkmal...

Bild 1: Statt echtem Stein nehme ich Weichholzreste. Bild 2: Mit Abtönfarbe Schwarz und Weiß wird die verwitterte Steinoberfläche nachgebildet. Den Stahlhelm zwickte ich einer II.WK-Figur ab und klebte ihn oben aufs Denkmal, zum ersten Größenvergleich mal Erna Doser rechts unten. Bild 3: Jetzt schon am Endstandort, Bank zum Ausruhen und Nachdenken sowie Geländer für ältere Leute. Den in Stein gemeißelten Text habe ich in excel geschrieben. Bild 4: Kleine Ausschmückungsdetails: Blumenschalen aus M4 Muttern, Abfallkorb aus Messingrohr an Draht gelötet.
 

29.01.2008: Fortsetzung folgt.....